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Weniger Energie – mehr Nachhaltigkeit

26. März 2021 / Artikel von BEM-Vorstand Markus Emmert erschienen in »Green Economy« in der Gesamtauflage der WirtschaftsWoche

Das Leichtfahrzeug Microlino ist ein schönes Beispiel, um die Einbettung der Elektromobilität in der Carbon-Footprint-Debatte zu veranschaulichen. Wie alles in der industriellen Produktion benötigt auch der Microlino Energie – bei der Herstellung, dem Gebrauch und der Wiederverwertung. Damit sind Umweltbelastungen verbunden: durch den Abbau von Rohstoffen, Gewässernutzung oder den Transport in den Lieferketten. Die Senkung dieses Primärenergieverbrauchs ist ein wichtiges Ziel in der Energiewende. 2020 wurde in Deutschland 22 Prozent weniger Primärenergie verbraucht als 1990. Noch 2006 lag der Verbrauch fast so hoch wie 1990. Seitdem ist er deutlich gesunken und trotzdem weit von den gesetzten Zielen entfernt.

Der bisherige Trend reicht wahrscheinlich nicht aus, um die Ziele der Bundesregierung zu erreichen. Diese hat sich 2010 in ihrem Energiekonzept auf eine Senkung um 50 Prozent bis 2050 gegenüber 2008 geeinigt. In der Folge müssen alle Sektoren weiter daran arbeiten, ihre Prozesse nach den Vorgaben der Energiesenkung umzustellen. Das gilt für alle: Industrie, Haushalt, Gewerbe und Verkehr. Und es ist ein wirklich anspruchsvoller Prozess, durch den die deutsche Wirtschaft hierbei geht.

Wer also als Konsument zu der Erkenntnis kommt, dass man kein Zwei-Tonnen-Fahrzeug für die Fahrt zum Bäcker benötigt, ist nicht nur vernünftig, sondern verhält sich auf Dauer nachhaltig. Dass solche Projekte steuerliche Anreize verdienen, ist die Ansicht des Bundesverbandes eMobilität. Noch immer werden in Deutschland Diesel-Subventionen in Milliardenhöhe gewährt und PlugIn-Hybrid-Fahrzeuge trotz nachgewiesener Umweltbelastung staatlich bezuschusst. Der kleine Microlino geht in diesem Jahr an den Verkaufsstart. Wir sind sehr stolz auf solche Vorreiter, weil sie an die Zukunft denken!

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Veröffentlicht am 26. März 2021