Folgt uns auf

Autohaus mit Zukunft?

Absatz eMobilität & mehr

Vorsitz: Wissenschaftlicher Beirat Markus Emmert und Susanne Weiß (Landesvertretung Hessen)

Nächstes Treffen: 07. Februar 2019 – Frankfurt am Main
EinfallsReich (Gastgeber)
in den Räumen von AUTOMOBILE MEILENSTEINE
Klassikstadt, 1.OG – Raum Ayrton Senna
Orber Str. 4a
60386 Frankfurt am Main

Anmeldungen unter: ⇢ markus.emmert@bem-ev.de; ⇢ susanne.weiss@bem-ev.de
Anmeldebedingungen: schriftliche Anmeldung erforderlich
Tagungs-Rhythmus: monatlich2

Sonstiges:
– Die Arbeitsgruppe ist offen für BEM-Mitglieder und Nicht-Mitglieder1
– Die Arbeitsgruppe kann geschlossene Projekte enthalten3

Mit einer Vielzahl neuer Aspekte, Mobilitätsformen und Akteure, die im Kontext der Neuen Mobilität auf den Markt drängen, kommt die Frage auf, ob der Automobilhandel weiter die Hauptrolle bei der Vermarktung von Elektrofahrzeugen einnehmen wird oder ob ganz andere Partner bzw. Vertriebsplattformen dies auch können und wollen.

Elektroautos stoßen eine andere Logik von Energie und Mobilität an. Zentrale Branchenstrukturen weichen auf. Die Automobilbranche steht vor dem größten Umbruch ihrer Geschichte. Ist das Autohaus mit Zukunft dann noch das Autohaus, wie wir es heute kennen?

Der Automobilhandel muss sich mit Blick auf die Elektromobilität jedenfalls vielen Herausforderungen stellen, Lösungen finden und sich dabei intensiv die Frage nach Kooperationen stellen. „Bitte wenden“ könnte man das Gebot der Stunde nennen:

  • Bisherige, ausschließlich fahrzeugbezogene Themen treten stärker in den Hintergrund. „Stromnahe Inhalte“ kommen schon früh im Verkaufsprozess auf, wenn z.B. Interessenten bereits bei eMobilen Probefahrten das Laden des Fahrzeugs im öffentlichen Raum ausprobieren wollen.
  • Komplexe Fragen zu Reichweite, Strombezug, Lademöglichkeiten und -zugangskanälen, Förderungen für Fahrzeug und Ladeinfrastruktur (zuhause und am Arbeitsplatz), Anbindung an Photovoltaik-Anlagen oder stationäre Energiespeicher, usw. treten gleichrangig zum Elektrofahrzeug und seinen Ausstattungsmerkmalen in den Mittelpunkt des Verkaufs- und Betreuungsprozesses.

Vor diesem Hintergrund sind Investitionsentscheidungen zu Umfang des eMobilen Fahrzeug- und Cross-Selling-Portfolios, zu Ausstellungsraum und Werkstattausstattung, Ladeinfrastruktur und ggfs. ins Dach integrierte Photovoltaik-Anlagen zur eigenen Stromgewinnung zu treffen.

Es bedarf eines neuen, ganzheitlichen Vertriebskonzeptes, der Suche nach geeigneten Mitarbeitern – aus möglicherweise ganz anderen Herkunftsbranchen als bisher – und einer zielgerichteten Aus- und Weiterbildung mit angepassten Schulungs- und Vertriebsunterlagen.

Wer macht in diesem Szenario was? Geht der Automobilhandel auf die Energieversorger und das Elektrohandwerk zu oder umgekehrt? Oder ganz andere Formen der Zusammenarbeit? Die Schnittstellen und Kooperationen zwischen den Branchenakteuren richtig zu definieren und rechtssicher auszugestalten wird den Erfolg maßgeblich ausmachen.

Ziele / Inhalte
In der Arbeitsgruppe soll erörtert werden, welche neuen Anforderungen die Elektromobilität hinsichtlich Vertrieb und After Sales stellt und welche (neuen) Partner in welcher Form hier zukünftig erfolgreich kooperieren können.

  • Welche Voraussetzungen müssen für ein eMobiles Kompetenz-Center geschaffen werden?
  • Welche neuen Geschäftsmodelle mit welchem Mehrwert für den Kunden lassen sich daraus generieren?
  • Mit welcher Verkaufskultur werden in Zukunft die Kunden zufriedenstellend und ganzheitlich beraten?
  • Welche Fachkräfte übernehmen dabei die Rolle des Verkäufers?
  • Wie werden die Schnittstellen zwischen Kooperationspartnern gestaltet und welche Rollen spielen dabei Mobilitätsbeauftragte?
  • Welche neuen Haftungsfragen kommen auf und wie können sie gelöst werden?

Neue Sichtweisen werden ausgetauscht. Ansätze zur Organisationsentwicklung sowie zu Veränderungs- und Innovationsfähigkeit werden vorgestellt. Quick-Win-Projekte werden durchgeführt und Produkte sowie Unterlagen erarbeitet, die allen Arbeitsgruppen-Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden. Die Arbeitsgruppe wird klassischen Workshop-Charakter haben, sich aber auch an Methoden des Design Thinking und des Innovationsmanagements sowie Elemente des Barcamps beinhalten.

 

Zielgruppe / Teilnehmer
Neben einer hohen Beteiligung von BEM-Mitgliedsunternehmen richtet sich die Arbeitsgruppe auch an alle anderen Branchenvertreter der Neuen Mobilität, die etwas bewegen möchten und wertvolle Ergebnisse für ihren eigenen unternehmerischen Erfolg nutzen wollen, aus den folgenden Bereichen:

  • Gebundener / freier Automobilhandel sowie Hersteller / Importeure
  • Energieversorger
  • Elektrohandwerk
  • Verbände und Genossenschaften
  • Banken und Versicherungen
  • Legal

 

»Die eMobile Zukunft im Automobilhandel wird derzeit kontrovers diskutiert«, so Susanne Weiß, Leiterin der BEM-Landesvertretung Hessen, »das zeigt auch die aktuelle Studie des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) zum Kfz-Gewerbe 2025plus: Zukunft der eMobilität und die von mir gestaltete Session beim letzten CarCamp des ZDK. Mit der Arbeitsgruppe wollen wir neue eMobile Geschäftsmodelle und Dienstleistungsinnovationen über die bisherigen Branchengrenzen hinweg diskutieren und ins rasche Handeln kommen.«

»Die eMobile Zukunft wird nicht von alleine gut. Inspiration und Innovation trifft den vorbereiteten Geist«, sagt auch Markus Emmert, Wissenschaftlicher BEM-Beirat und Koordinator der BEM-Arbeitsgruppen, in Anlehnung an Louis Pasteurs Zufalls-Zitat, »und diesen Geist wollen wir mit der Arbeitsgruppe in einer branchenübergreifenden Zusammensetzung gezielt wecken und konkrete Lösungen entwickeln.«

Zusammen werden sie die Arbeitsgruppe »Absatz eMobilität: Autohaus mit Zukunft?« leiten. Fallweise werden weitere Experten hinzugezogen.

1) Nicht BEM-Mitglieder sind im Prinzip zugelassen. Die Bedingungen erhalten Sie auf Anfrage beim Vorstand oder beim Vorsitzenden der jeweiligen Arbeitsgruppe.

2) Die Teilnehmer der jeweiligen AG beschließen den regelmäßigen Rhythmus der Treffen.

3) Bei geschlossenen Projekten besteht die Möglichkeit sich schriftlich, unter Angabe des Grundes, zu bewerben. Über die Aufnahme entscheiden die Projektbeteiligten einstimmig.

Auch interessant