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BEM-NEWSLETTER NR. 120 / OKTOBER 2016

BEM-NEWSLETTER NR. 120 / OKTOBER 2016

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe BEM-Mitglieder, Hallo,

unsere eMobile Runde und unser unkonventionelles Standkonzept auf der Automechanika in der Festhalle der Messe Frankfurt waren ein großer Erfolg und beförderten bei zahlreichen Gesprächen einen interessanten Dialog.

Mit 4.820 Ausstellern aus 78 Ländern zeigte die Automechanika Frankfurt erneut, dass sie beständig wächst und so eine immer stärkere internationale Bedeutung erfährt. Über 136.000 Besucher aus über 170 Ländern beweisen das. Und natürlich waren alle an unserem BEM-Stand und haben verstanden, dass es sich im Grunde gar nicht um eine Rote Karte handelt, sondern um einen historischen Rückblick inmitten der fortschrittlichsten Festhalle der Republik.

Wir sind zwischenzeitlich natürlich wieder in der Zukunft verortet und kümmern uns neben den tagespolitischen Belangen unter anderem um unsere BEM-Wirtschafts-Delegation zur Automechanika Shanghai, die vom 30.11. bis zum 03.12.2016 in China stattfindet. Bei Interesse an einer Teilnahme senden wir Ihnen dazu gerne weitere Informationen.

Viel Spaß beim Lesen, bleiben Sie elektromobil.
Ihr BEM-Präsident Kurt Sigl, BEM-Vize-Präsident Christian Heep und Vorstand Markus Emmert

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Dem Elektroauto gehört die Zukunft. Da sind sich auch die deutschen Autobauer einig. Doch Mercedes, VM, BMW und Porsche wirken wie Getriebene, die reagieren statt zu agieren. Sie alle scheinen einer Firma aus Kalifornien hinterher zu eilen, die in den Medien dauerpräsent ist: Tesla.

Die Zulassungszahlen steigen, langsam, aber sie steigen. Ein Grund dafür könnte Tesla sein, da sie das Thema forcieren und andere Autohersteller davon profitieren. Klaus Reichert, Unternehmensberater ist überzeugt davon, dass traditionsreichere Automobilbauer an Tesla vorbeiziehen werden.

Ähnlich sieht es der Bundesverband eMobilität, der in der derzeitigen Krise der deutschen Autohersteller – ausgelöst durch den Diesel-Skandal um VW – eine Chance für die Zukunft sieht. »Diese Krise bedeutet das Ende der gesamten Automobilwirtschaft, wie wir sie kennen. Und das ist gut so«, sagt BEM-Vize-Präsident Christian Heep. »Denn noch ist es möglich, unseren elektromobilen Rückstand in der Welt aufzuholen. Damit verbessern sich unsere Chancen auf ein in der Zukunft marktfähiges Produkt enorm: Elektroautos, die weltweit gekauft werden.« Heep zufolge schlägt »endlich die Stunde der Elektromobilität«.

Anmerkung der BEM-Redaktion: Dazu muss man allerdings sagen, dass Heep diese Aussage bereits vor einem Jahr getroffen hat. Sie hat auch durchaus immer noch eine gewisse Gültigkeit. Es sollte aber auch klar sein, dass das in einem weiteren Jahr wohl nicht mehr der Fall sein wird..

Die 33. hessische eMobile Runde des BEM auf dem Academy Areal in der Festhalle der Messe Frankfurt bot erneut ein abwechslungsreiches und informatives Format mit Impulsvorträgen von Referenten aus dem BEM-Netzwerk für über 85 Teilnehmer.

So vermittelte Olaf Mußhoff, Leiter der Automechanika Frankfurt, interessante Hintergründe zum Ausstellungskonzept von »Tomorrow´s Service & Mobility«. Andreas Pfeffer, Geschäftsführer von emovum, zündete ein emotionales Motivations-Feuerwerk zur Elektromobilität und Dr. Michael Spreng, Head of i-Mobility der NTT DATA Deutschland, hielt eine Rede zum Thema »Intelligente Plattformen für den Mobilitätswandel«. Elektromobilität bedeutet für NTT DATA dabei mehr als nur einen Austausch von konventionell angetriebenen Fahrzeugen durch Elektroautos – Städte werden zu »Smart Cities«: Es geht um einen Wandel der Mobilität hin zu intermodalen Verkehrskonzepten – der intelligenten Mobilität.

NTT DATA entwickelte dazu eine dialogfähige Plattform zum Management von Ladeinfrastruktur – der Open Charging Station Controller (OCC). So lassen sich nicht nur Ladestellen verwalten, sondern das gesamte Business rund um die Elektromobilität umsetzen. Der OCC stellt eine gesamtheitliche Lösung für Elektromobilitätsdienstleister dar und ermöglicht Ladeinfrastruktur verschiedener Hersteller unter einer einheitlichen und intuitiv bedienbaren Oberfläche zu vereinen. So entstanden weitere Lösungen rund um das Thema intelligente Mobilität: Von Carsharing-Systemen für das Management von Unternehmensflotten, bis zum intermodalen urbanen Mobilitätsmarktplatz – dem Urban Mobility Marketplace.

»Die traditionellen eMobilen Runden sind auf der Automechanika seit 2012 fest verankert. Vielen Dank an das Automechanika-Team um Olaf Mußhoff«, so Susanne Weiß, BEM-Landesvertreterin und Organisatorin der eMobilen Runden in Hessen seit 2011.

Susanne Weiß, BEM-Landesvertreterin Hessen, folgte gerne der Einladung von BEM-Mitglied Norbert Wagner, einen Aktionsnachmittag zur Elektromobilität und den anschließenden Kinoabend mit dem Film »POWER TO CHANGE – DIe EnergieRebellion« im osthessischen Schlüchtern mitzugestalten.

Wie auch schon in anderen Städten, wurde der Kinoabend mit weiteren Aktionen verbunden. In Schlüchtern startete er am Marktplatz mit einem Empfang des Bürgermeisters Matthias Möller und einem Elektrofahrzeug-Korso aus Pedelecs, Elektroautos und eRollern.

Matthias Möller betonte: »Die Energiewende beschäftigt alle.« Nach seinem Amtsantritt werde es in der Politik aktive Veränderungen geben. Möller selbst werde ein Elektroauto als Dienstwagen fahren und versprach ein Engagement entsprechend dem Prädikat »Luftkurort«. Susanne Weiß werde ihn bei Wort nehmen und begrüßte diese Aussage.

Der Dokumentarfilm von Regisseur Carl A. Fechner zeigt, wie eine zu 100% aus Erneuerbaren Ressourcen getragene Energieversorgung aussehen wird. Es ist eine kritische Bestandsaufnahme zur Energiewende, die konkrete Lösungen aufzeigt und für die Energiewende begeistert.

»POWER TO CHANGE reißt einen in seinem Aufruf für ein neues Energiezeitalter mit – mit emotionalen Geschichten von Umweltaktivisten, Unternehmern und Wissenschaftlern sowie mit spannenden Innovationen und Technologien zur Energieversorgung aus Bürgerhand. Anschauen«, so das Resümee von Susanne Weiß.

Rückblick: 28. September 2016

BEM-Präsident Kurt Sigl und BEM-Hauptstadt-Repräsentant Dr. Dr. Löser zu Gast beim eMobilitätstag im Berliner Energie Zentrum. Mit über 30 Elektrofahrzeugen aller Hersteller, über 100 Teilnehmern und seinem langjährigen Engagement für die Neue Mobilität läuft das BEZ der Berliner Hauptstadtkonferenz den Rang ab.

Sigl betonte in seinem Vortrag zur allgemeinen Lage der Elektromobilität in Deutschland, dass die Zeichen grundsätzlich positiv stimmen, sofern denn nun alle Aussagen und Vorankündigungen auch zeitnah umgesetzt werden. Der BEM werde diese Entwicklungen auch in Zukunft gewohnt kritisch begleiten und gleichzeitig Marktteilnehmer, wie das Berliner Energie Zentrum, die heute bereits zeigen und umsetzen, was die Neue Mobilität der Gesellschaft bringt und was heute bereits alles problemlos umsetzbar ist, entsprechend hervorheben. Diese Erfolgsgeschichten gilt es in ganz besonderem Maße sichtbar zu machen, denn keine Vorankündigung bringt die eMobilität besser voran, als tatkräftige Unternehmer, die die Mobilitätswende für sich und andere bereits erfolgreich umgesetzt haben.

Sigl beschloss mit Herrn Wittke und Herrn Wätzel eine deutlich verstärkte Zusammenarbeit, die insbesondere den Praxisbezug für Handwerker und Gewerbetreibende in den Vordergrund stellen soll und verkündete im Nachgang zu der sehr erfolgreichen Veranstaltung, dass der BEM gemeinsam mit dem BEZ in Zukunft die eMobilen Runden in der Hauptstadt am Standort des Berliner Energie Zentrums durchführen werde.