Folgt uns auf

BEM-NEWSLETTER NR. 113 / FEBRUAR 2016

BEM-NEWSLETTER NR. 113 / FEBRUAR 2016

Hier können Sie sich die Online-Version des Newsletters ansehen:
⇢ BEM-NEWSLETTER NR. 113 / FEBRUAR 2016

nl113

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe BEM-Mitglieder, Hallo,

das neue Jahr ist bereits mit vielen spannenden Projekten, Veranstaltungen und Gesprächen rund um die Neue Mobilität gestartet. Einen Auszug der interessantesten und wichtigsten Aktivitäten von und mit dem Bundesverband eMobilität finden Sie in diesem Newsletter. Außerdem möchten wir Ihnen einige Veranstaltungen ans Herz legen, wie den Neujahrsempfang mit Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, zu dem wir als Mitglied im Bundesverband Erneuerbare Energie gemeinsam einladen, den BBH-Workshop, die CoFAT und weitere.

Lassen Sie uns in Zukunft nicht mehr länger dabei zuschauen, wie andere unseren Markt verspielen. Wir müssen uns auch weiterhin verstärkt einbringen, die Dinge beim Namen nennen und wir sollten uns dabei nur noch mit dem Club der Willigen beschäftigen.

In diesem Kontext ist es erstaunlich und erfreulich zugleich, dass NPE-Chef Henning Kagermann sich nun langjährige BEM-Positionen – laut eines Interviews im Spiegel – endlich zueigen gemacht hat und sich unter anderem auch für Kaufprämien ausspricht ohne die wir das Millionenziel kassieren müssten. Es ist wirklich schön zu sehen, dass unsere bilateralen Bemühungen bei unzähligen Treffen auf Ministerial- und Arbeitsebene sowie unsere Arbeit im Parlamentarischen Beirat des BEM immer wieder Erfolge verzeichnen kann – auch wenn es meist ein eher beschwerlicher Weg durch Verordnungen, Behörden, Anfragen, Eingaben, Abstimmungen, Termine, Telefonate, Vorurteile oder gegenteilige Interessen ist und mitunter unsere Mitwirkung leider nur den handelnden Personen bekannt ist und wir teilweise bei Erfolg dann keine Erwähnung mehr finden. Nun, für uns zählt dabei primär der Erfolg in der Sache und das bringt die Neue Mobilität jedesmal ein Stück weiter nach vorne..

In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen, bleiben Sie elektromobil.

Ihr BEM-Vorstand / Kurt Sigl, Christian Heep, Michael Hofmann und Markus Emmert

⇢ BEM-Webseite

NPE-Chef Henning Kagermann setzt sich im Gespräch mit dem Spiegel für seine Hoffnung auf eine Million Stromautos und seinen Überzeugungskampf für Kaufprämien gegen den Finanzminister in Szene und biedert sich so mit erheblicher Verspätung der Branche der Elektromobilität an.

Gleichzeitig kassiert er zudem schon mal vorsorglich das Eine-Millionen-Ziel der Bundesregierung, sollte denn diese Förderung nicht kommen. Aha. Bis dahin hatten die NPE, die GGEMO und alle anderen Regierungskreise uns doch mehr oder weniger immer weismachen wollen, wir wären Leitmarkt, Leitanbieter und obendrein perfekt im Zeitplan. Da startet also bereits ein Rechtfertigungsszenario. Am Ende auch dieser Fehlentwicklung wird es jedenfalls keinen Schuldigen geben. Doch: Der Käufer hat die Elektros einfach nicht haben wollen. Und dieses Argument wird sogar dann ziehen, wenn die Kaufprämie tatsächlich kommt. Denn die Ladeinfrastruktur oder der juristische Rahmen beim Laden am Arbeitsplatz müssen im gleichen Maß verbessert werden.

Kagermann übernimmt nach erst kürzlich erfolgtem Austausch mit dem BEM unsere Positionen von vor 5 Jahren und gibt peinlicherweise im gleichen Artikel zwischen den Zeilen zu, dass eine Kaufförderung in den letzten Jahren nicht gewünscht war, da die deutsche Automobilindustrie nichts Relevantes vorzuweisen hatte, jetzt aber schon. Das ist alles andere als eine konsistente Haltung zur Elektromobilität. Aber genau die hatten wir doch von der Nationalen Plattform Elektromobilität erwartet. Das war ihre Aufgabe. Aber wenn selbst der Chef dieser Nullrunde die Interessen im fossilen Fahrzeugsegment über die der Neuen Mobilität stellt, dann können Sie sich den Rest Ihrer Meinung jetzt auch leicht selbst bilden.

Wir bleiben jedenfalls weiterhin skeptisch und wollen noch nicht so ganz glauben, dass die Tragweite der Chancen und Herausforderungen, aber auch der enormen Risiken für unsere Volkswirtschaft von unseren Entscheidern bereits in ihrer gesamten Tragweite erkannt worden ist. Gesagt haben wir denen es jedenfalls schon oft genug.