Bundesverband eMobilität e.V.

Wir bewegen..

Erfolgreich kommunizieren und agieren

Wissen Sie, von welcher Art Elektrofahrzeug die Nationale Plattform Elektromobilität spricht, wenn Sie eine Stückzahl von 1 Millionen im Jahr 2020 prognostiziert? Nein? Damit sind Sie nicht allein. Nicht nur im medialen Bereich werden hier häufig Begrifflichkeiten vertauscht und missverständliche Aussagen verbreitet – auch in Fachkreisen spricht man in diesem Zusammenhang nicht immer eine einheitliche Sprache.

In den Bereich elektrischer Mobilität fallen sämtliche Fortbewegungsmittel, die ihre Antriebsenergie zu einem gewissen Teil aus Strom beziehen. Im engeren Sinne bezieht sich der Begriff auf Fahrzeuge des motorisierten Verkehrs, die zumindest zeitweise ausschließlich durch einen Elektromotor, ohne Einsatz eines Verbrennungsmotors, betrieben werden können. Vor diesem Hintergrund gelten sämtliche Fahrzeugtypen, die direkt mit Strom aus dem Netz beladen werden können, als Elektrofahrzeug. Dazu zählen sowohl rein batterieelelektrische Fahrzeuge als auch Plug-In-Hybride sowie Elektrofahrzeuge mit Range Extender. Hybridfahrzeuge – ohne Lademöglichkeit aus dem Stromnetz – sind nach dieser Definition hingegen nicht zu den Elektrofahrzeugen zu zählen.

Warum ich Ihnen das erkläre? Ganz einfach: Wenn wir endlich nicht mehr so viel über derart grundlegende Dinge diskutieren, haben wir vielleicht die Chance, endlich wirklich etwas in Richtung einer Neuen Mobilität zu bewegen. Wir müssen raus aus den Kongressen, Symposien und Fachveranstaltungen – raus auf die Straßen. Opel und Nissan machen es mit der Markteinführung Ihrer elektrischen Serienfahrzeuge vor – um hier nur zwei aktuelle Beispiele zu nennen. Auf der einen Seite der innovative Ampera mit Reichweitenverlängerer – Car of the Year 2012 – und auf der anderen Seite die internationale Elektromobilitätskampagne zur Markteinführung des Nissan Leaf.

Weitere große Automobilhersteller werden im nächsten Jahr folgen. Denn nicht nur uns vom Bundesverband eMobilität ist klar: Der Systemwechsel hin zu einer Neuen Mobilität ist nicht mehr aufzuhalten. Diese Botschaft muss spätestens jetzt aber auch innerhalb der Gesellschaft nachhaltig verankert werden. Das wird uns nur dann erfolgreich gelingen, wenn wir auch in unseren Marketing- und Kommunikationsaktivitäten strategisch agieren, um der Verunsicherung auf Verbraucherseite frühzeitig entgegen zu wirken.

Die Botschaft muss lauten: Elektromobilität auf Basis Erneuerbarer Energien ist bereits heute alltagstauglich. Mit steigendem Anteil Erneuerbarer Energien im deutschen Strommix produzieren alle Elektrofahrzeuge – im Gegensatz zu konventionellen Fahrzeugen – automatisch kontinuierlich weniger CO2-Emissionen. Mit steigender Nachfrage und erhöhten Produktionszahlen fallen die Kosten aufgrund der Skaleneffekte deutlich – und das nicht erst in zehn Jahren. Die Zeit des Systemwechsels hat bereits begonnen – seien Sie ein Teil davon. Gemeinsam können wir etwas bewegen.

Kurt Sigl, Präsident Bundesverband eMobilität e.V.