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LEV – Mikromobilität

Leichtfahrzeuge L1e bis L7e – Letzte Meile
Kleinstfahrzeuge – Entwicklung, Zulassung & mehr sowie die Mikromobilität

Vorsitz: Markus Emmert Wissenschaftlicher Beirat BEM und BEM-Präsident Kurt Sigl

Nächstes Treffen: 25. Juni 2019 – Berlin
SCROOSER ab 12.30 Uhr Eintreffen – 13.00 – 17.00 Uhr

 

SCROOSER GmbH
Bouchéstrasse 12 | Halle 20
12435 Berlin

Anmeldungen unter: ⇢ markus.emmert@bem-ev.de
Anmeldebedingungen: schriftliche Anmeldung erforderlich
Tagungs-Rhythmus: monatlich 2

Sonstiges:
– Die Arbeitsgruppe ist offen für BEM-Mitglieder und Nicht-Mitglieder1
– Die Arbeitsgruppe kann geschlossene Projekte enthalten3

Der größte Erfolg der eMobilität fand bisher beim Pedelec – sprich eBike – statt. Es gibt aktuell keine wirkliche Interessenvertretung zu den FZ-Klassen L1e bis L7e. »Die eMobilität von UNTEN nach OBEN entwickeln« Das sehen die OEM´s anders!

Zur neuen Einstufung der Fahrzeug-Klassen haben wir in Absprache mit Mitgliedern und Partnerverbänden eine Gegenüberstellung erstellt, um eine rasche Umsetzung in Richtung Bundespolitik zu gewährleisten. Vor allen Dingen wollen wir zügig und in Kooperation mit den belasteten Städten und Kommunen einen Beitrag zum Luftreinhaltungsprogramm der Regierung leisten.

Schnell umsetzbar und machbar wäre die Erhöhung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von Rollern mit kleinem Versicherungskennzeichen mit einer maximalen Geschwindigkeit von bisher 45 Km/h auf 60 Km/h, die übrigens bereits beim „alten“ Modell der Schwalbe Gültigkeit hat.

Es gilt die Attraktivität der eRoller in den urbanen Räumen zu steigern, sowohl die Sauberkeit als auch die Sicherheit betreffend. Und hier können Freiflächen im urbanen Raum geschaffen werden, denn ein Roller benötigt nur ein Viertel der Parkfläche eines PKW. Ein weiterer Vorteil liegt in der Entwicklung der Sharing-Modelle in diesem Konstrukt. Sonderparkflächen und sichere Parkflächen für Zweiräder sind in den Vordergrund bei zukünftigen Planungen zu stellen.

Bei einer Förderung der Klasse N1/KS “Kleine Nutzfahrzeuge“ in Kleinserie können – ohne gesondertes Zulassungsverfahren – im Jahr von den Herstellern ca. 1.000 Fahrzeuge gebaut werden. Speziell für Kommunalbetriebe bringt das eine große Chance, auf Elektromobilität umzustellen. Der Mehrpreis gegenüber Verbrennern kann durch enorme Vorteile bei den Betriebskosten und eine entsprechende Förderung kompensiert werden. Eine umfassende TCO-Betrachtung kann von BEM-Partnern, z.B. über den TÜV SÜD für Kommunen erstellt werden, um transparent wirtschaftlich tragfähige Kosten aufzuzeigen

Anvisiert wird die Erarbeitung von Vorlagen für Einfuhrverbote für Dumping-Modelle im Bereich Pedelecs sowie eRollern und anderer Kleinfahrzeuge, u.a. aus China.

In Absprachen mit dem Fahrlehrerverbänden und dem VD TÜV gilt es auch zukünftige Führerscheinregeln in Bezug auf Elektromobilität auf den Prüfstand zu stellen. Vorgespräche dazu wurden mit diesen bereits seitens des BEM geführt und wir sind dort auf reges Interesse und hohe Zustimmung gestoßen.

Einer dringenden Klärung bedarf es beim so genannten OBD-Stecker (on board diagnostic). Dieser sollte ursprünglich auch auf Abgasprobleme hinweisen. Das erübrigt sich bei Elektrofahrzeugen. Deshalb wird eine Änderung hin zu einem Servicestecker vorgeschlagen.

Neu und möglichst einfach gilt es, die Klasse “Kleine vierrädrige Fahrzeuge“ zu bewerten. Hier als Beispiel den neuen Microlino, aber auch andere neue Fahrzeuge in dieser Kategorie. Hier müssen jetzt möglichst einfache Vorgaben geschaffen werden, denn diese Fahrzeuge würden den Individualverkehr im urbanen Raum enorm entlasten. Speziell bei diesem Fahrzeug wäre es möglich quer zu parken, was speziell hier durch einen Frontausstieg erheblich erleichtert wird.

10-Punkte-Programm LEV

  • Einbindung des Segments LEV in die politischen Rahmenprogramme, insbesondere Aufnahme in das Programm «Kaufprämie für Elektrofahrzeuge (Umweltbonus)» der Bundesregierung (EG-Fahrzeugklassen L1e-L7e), Förderung von Miet- und Sharing-Flotten sowie Sonderabschreibungen bei kommerziellen Fahrzeugen etc., Abwrackprämie bei Umstieg von Verbrennerfahrzeug auf LEV.
    Offene Fragen: EPACS? Abstimmung eBike? Ausführungsbestimmungen?

 

  • Förderung standardisierter Ladeinfrastruktur für AC- und DC-Ladung (relevant für LEV: Mode 1/2/3: ‚Haushaltsstecker‘ und Typ2-Stecker, Mode 4 entsprechend DIN IEC/TS 61851).
    Gibt es die Forderung/Norm nach ‚Haushaltssteckdose‘ bereits EU-weit und wie hoch ist die Durchdringung?

 

  • Ausweisung von Sonderparkflächen für LEVs (Parkhäuser mit 2-Rad-Parkflächen, ‚kleine‘ Parkflächen für Smart. L6e/L7e…).
    Wie groß könnte der Flächenfaktor sein (vs. Porsche Carrera oder SUV)?

 

  • Harmonisierung der Führerscheinregelungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen auf europäischer Basis unter Berücksichtigung der Use Cases (Stadt, Stadtautobahn / Überlandfahrt, Autobahn), insbesondere Anhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung für elektrische Kleinkrafträder auf 55km/h bzw. 60 km/h zur Erhöhung der Sicherheit im Stadtverkehr für L1e und L6e (‚Mitschwimmen‘ statt Hindernis).
    Prüfung L2e, L4e und L5e. Gibt es ein ‚Paradeland‘?

 

  • Entwicklung eines ganzheitlichen Sicherheitskonzepts für den urbanen use case mit Integration der Klassen L1e bis L7e und adäquater Anforderungen hinsichtlich passiver und aktiver Sicherheit (Insassenschutz und Schutz bei der Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern) sowie Mitigationskonzept. F&E-Projekte/Studien zur Ableitung von fahrzeugspezifischen Konzepten aus Unfalluntersuchungen (z.B. mit GDV, DVW, Dekra, …).
  • Schaufensterprojekte in ausgewählten Städten mit mittelalterlicher Straßenführung z.B. Heidelberg, Tübingen (Städte mit verkehrspolitischen Problemen, die durch LEV lösbar sind).

 

  • Übertragung der Elektrofahrzeugkennzeichnung auf LEV (analog E-Kennzeichen PKW) => Voraussetzung für individuelle Einführung / Umsetzung von Sonderregelungen für eFahrzeuge auf kommunaler Ebene.

 

  • Sonderkennzeichen für konvertierbare Fahrzeuge (L1e <=> L3e, L6e <=> L7e), relevant für Jugendliche und Sharing

 

  • Jet Helm entsprechend S-Pedelecs (kollidiert aber mit Erhöhung der Geschwindigkeitsbegrenzung) => Nur falls Erhöhung Geschwindigkeitslimit nicht durchsetzbar.

 

  • Nutzung speziell ausgebauter Speed-Fahrradwege für L1e (siehe Ruhrgebiet, Amsterdam etc.)

Des Weiteren soll diese Arbeitsgruppe in einer Unterarbeitsgruppe das Themenfeld Mikromobilität mit bearbeiten und Synergien zum Bereich LEV herausarbeiten. Schnittpunkte zwischen den beiden Bereichen sollen ggfs. gemeinsam behandelt werden und in einem offenen Austausch diskutiert werden.

1) Nicht BEM-Mitglieder sind im Prinzip zugelassen. Die Bedingungen erhalten Sie auf Anfrage beim Vorstand oder beim Vorsitzenden der jeweiligen Arbeitsgruppe.

2) Die Teilnehmer der jeweiligen AG beschließen den regelmäßigen Rhythmus der Treffen.

3) Bei geschlossenen Projekten besteht die Möglichkeit sich schriftlich, unter Angabe des Grundes, zu bewerben. Über die Aufnahme entscheiden die Projektbeteiligten einstimmig.

HINWEIS: Nimmt ein Teilnehmer zum zweiten Mal in Folge nicht an einer Sitzung teil kann er als Teilnehmer von der Arbeitsgruppe entfernt werden. Eine Wiederaufnahme kann auf Antrag gewährt werden.

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