ePendler

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ePendler starten durch

Berufspendler testen eine Arbeitswoche lang eAutos


 
Besser kann eine Arbeitswoche kaum beginnen: Das haben sich womöglich die Berufspendler gedacht, die im Rahmen der Kampagne »ePendler – elektromobil unterwegs« eine fünftägige Probefahrt mit Elektroautos für ihren persönlichen Alltagstest antreten durften. Insgesamt 30 Elektroautos unterschiedlicher Marken haben die teilnehmenden Hersteller zur Verfügung gestellt. Der Bundesverband eMobilität, die Hessische Landesregierung, der TÜV Hessen und die Stadt Frankfurt gaben am 01. Juli 2013 auf dem Frankfurter Roßmarkt den Startschuss für eine außergewöhnliche, medial viel beachtete Aktionswoche. Bewerben auf die Probefahrten durften sich Berufspendler aus ganz Hessen. Ausgehändigt wurden die Elektroautos in Frankfurt, Wiesbaden und Grebenstein bei Kassel.

Die Hessische Landesregierung, neben dem BEM Initiator der Kampagne, ist bereits dabei, die Elektromobilität mit vielen Aktivitäten voranzutreiben. »Elektromobilität ist mehr als ein reines Zukunftsversprechen«, erklärt Axel Wintermeyer, Staatsminister und Chef der Hessischen Staatskanzlei. «Bereits heute ließe sich ein großer Teil des Individualverkehrs unter Einsatz Erneuerbarer Energien CO2-neutral mit Strom statt Benzin betreiben. Und für Hessen als Transitland und Logistikstandort sehen wir Elektromobilität als einen der zentralen Bausteine einer zukunftsfähigen und klimafreundlichen Verkehrspolitik«.

Längerer Praxistest hilft Autofahrern
Der Klimaschutz ist auch für die Teilnehmer bei ePendler ausschlaggebend für ihr Interesse an Elektroautos, wie ein erstes Stimmungsbild der verantwortlichen Agentur der Kampagne PP:AGENDA ergab. Außerdem sehen sie einen längerfristigen persönlichen Praxistest gerade aufgrund der Umgewöhnung auf ein Elektroauto als hilfreich an. »Fünf Tage lang Probefahren. Das ist schon mehr, als ein Fahrzeug wie sonst üblich nur für einige Stunden verfügbar zu haben. Da kann man auch das regelmäßige Aufladen des Fahrzeugs für sich testen«, sagt ePendler-Teilnehmer Thomas Nimmerfroh aus Glauburg.

Der »persönliche Praxistest« ist daher auch der Kern der derzeit in Hessen laufenden Kampagne, die unter dem Motto TÄGLICH ZUR ARBEIT. AUF DIE TANKFÜLLUNG KOMMT ES ZUKÜNFTIG AN läuft. Die Idee dabei: Zum einen lassen sich Autofahrer am ehesten von Elektroautos überzeugen, wenn sie sie selbst ausprobieren dürfen – und das am besten auf ihren alltäglichen Strecken wie etwa zur Arbeit. Als freiwil-lige Testfahrer sind sie zudem gute Beispiele dafür, die Alltagstauglichkeit einer breiten Öffentlichkeit gegenüber aufzuzeigen, so wie dies die Kampagne mit einer umfassenden medialen Begleitung der Testwoche leistet.

Und das Interesse der Öffentlichkeit ist groß: Auf die 30 ePendler-Elektroautos haben sich über 3.200 Interessenten beworben. »Die Kampagne bestätigt, dass Autofahrer neugierig auf Elektroautos sind«, erklärt BEM-Präsident Kurt Sigl. »Es gilt, die Neugierde zu nutzen und die Akzeptanz der Elektromobilität weiter auszubauen.« Mit ePendler stünde jedenfalls ein Konzept bereit, dass auch auf andere Bundesländer übertragbar oder auf Initiativen von Herstellern und Dienstleistern anwendbar ist. »Unser Konzept basiert darauf, unterschiedliche Player der Elektromobilität zusammenzubringen«, so Michael Tschakert, Leiter des Kampagnenbüros. »Zudem haben wir mit ePendler eine Marke geschaffen, die genau diejenige Zielgruppe anspricht, die sicherlich sehr gut für Elektroautos prädestiniert ist: die Berufspendler.«

Hintergrundinformationen zu ePendler in Hessen
Die Initiatoren: Die Hessische Landesregierung (Strom bewegt Hessen) und der Bundesverband eMobilität e.V. (BEM)
Premiumpartner: TÜV Hessen
Partner: Stadt Frankfurt am Main (Frankfurt eMobil), Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, Modellregion Elektromobilität Rhein-Main und die teilnehmenden Automobilhersteller.
Fahrzeugmodelle: Opel Ampera, Smart fortwo electric drive, Nissan LEAF, Mitsubishi iMIEV, Renault mit den Z.E.-Modellen (Zoe, Fluence, Kangoo, Twizy), German E-Cars Stromos

Christian Bischoff Kampagnenbüro ePendler
www.ependler-hessen.de

PDF Download der Doppelseite „ePendler Hessen“ aus der NEUEN MOBILITÄT 12

 


 

Tolles Fahrgefühl, Klimavorteile, niedrige Fahrtkosten und voll alltagstauglich: Berufspendler sind begeistert von Elektroautos. Das ergibt die Auswertung der Kam­pagne ePendler – elektromobil unterwegs, bei der Berufspendler in Hessen eine Arbeits­woche lang Elektroautos testen durften. Die Teilnehmer wurden zu ihren Erfahrungen befragt. Insgesamt können sie sich gut vorstellen, zukünftig ein Elektroauto zu fahren. Doch mit Blick auf die Reichweiten, Ladezeiten, Ladein­frastruktur und Anschaf­fungskosten bleiben auch Wünsche offen.

Entsprechend dem Kampagnen-Motto „TÄGLICH ZUR ARBEIT. AUF DIE TANKFÜLLUNG KOMMT ES ZUKÜNFTIG AN“ erhielten Berufs­pendler vom 1. bis 5. Juli 2013 die Gelegenheit, ein Elek­troauto Probe zu fahren. Insgesamt standen 30 Fahrzeuge zur Verfügung, die zumeist von Fahrgemeinschaften genutzt wurden. Durchschnittlich sind sie in dieser Woche 415 Kilometer gefahren, wobei die täglichen Fahrstrecken pro Fahrzeug stark variieren. In der Regel haben sie einmal pro Tag das Auto aufgeladen. Das Pendeln zur Arbeit hat nach Angaben aller Teilnehmer reibungslos funktioniert. Techni­sche Pro­bleme oder Fahrt­unterbrechungen aufgrund fehlender Reich­weite waren keine zu verzeichnen.

Weniger CO2-Emissionen und Fahrtkosten
Die ePendler-Teilnehmer loben das „leise Fahren“ mit den Elektroau­tos, das sich eher wie ein „Gleiten“ anfühle. Zudem heben sie die ge­ringeren CO2-Emissionen und die niedrigeren Fahrtkosten als beson­dere Vorteile hervor. Tatsächlich verzeichnen Elektroautos auf Basis des deutschen Strommixes rund 45 Prozent weniger CO2-Emissionen als Benzin-PKWs. Mit regenerativem Strom läge der Klimavorteil bei 100 Prozent. Auch die Kostenvorteile sind mit 70 Prozent weniger Fahrt­kos­ten beim Fahren mit Strom statt Benzin beträchtlich (siehe Abbildung).

Die Klimavorteile heben auch die Initiatoren der Kampagne
ePendler – elektromobil unterwegs hervor. „Der überwiegende Teil der Autofahrten auf unseren Straßen entfallen auf Kurzstrecken wie dem täglichen Berufspendeln und könn­­ten gut mit Elektroautos bewältigt werden. Davon könnte das Klima enorm profitieren“, erklärt Axel Wintermeyer, Staatsminister und Chef der Hessischen Staatskanzlei. „Daher sehen wir uns in unserem Kurs bestätigt, die Elektromobilität in Hessen weiter zu fördern.“ Kurt Sigl, Präsident des Bundesverbandes eMobilität ergänzt: „Viele Autofahrer wünschen sich klimafreundliche Mobilitäts­alternativen. Die CO2-Reduktion durch Elektroautos ist daher ein wichtiger Schlüssel dafür, die Akzeptanz der Elektromobilität zu erhöhen.“

Fahrtstrecken planen
Dennoch gilt es, Vorbehalte zu überwinden. Die Reichweite der Elek­tro­autos sei gewöhnungs­bedürftig, wie die Teilneh­mer berichteten: Während der Fahrt lässt der Blick auf die Ladean­zeige manchen Fahrer ins Schwitzen kommen. Die verbleibenden Kilometer redu­zieren sich zusehends, und das Fahrzeug muss oftmals bis an die Reserve gefahren werden, bevor wieder aufgeladen werden kann. Viele Autofahrer, die ansonsten mit ihren Benzinern rechtzeitig vor der Reserveanzeige die nächste Tankstelle aufzusuchen pflegen, müssen daher umdenken und der vollständigen Reichweite des E‑Autos vertrauen. Eine genaue Planung der Fahrtstrecken ist dabei unumgänglich. Das gilt vor allem dann, wenn mehrere Fahrten pro Tag zu bewältigen sind. Die ePendler-Teilnehmer unterstreichen altbekannte Wünsche an Industrie und Politik: Die Reich­weiten der E-Autos zu erhöhen, die Anschaffungspreise zu senken, Ladezeiten zu verkürzen und die öffentliche Ladeinfrastruktur deutlich auszubauen.

„Die grundsätzlich positiven Rückmeldungen der Teilnehmer sind auch ein Signal für die Unternehmen, ihre Fuhrparks stärker auf Elek­tromobilität umzustellen“, resümiert, Wolfgang Krüger, Bereichs­leiter Unternehmenskommunikation des TÜV Hessen – dem Premiumpartner der Kampagne. Tatsächlich soll es mit ePendler auch nach Abschluss der Aktion nicht vorbei sein. Nach dem Willen der Organisatoren sollen möglichst weitere Aktionen folgen, so dass noch mehr Berufs­pendler in den Genuss von Praxistests kommen. „Mit ePendler ha­ben wir ein Konzept geschaffen, das auch auf andere Bundeslän­der übertragbar oder auf Initiativen von Herstel­lern und Dienstleis­tern anwendbar ist“, erklärt Michael Tschakert, Leiter des Kampagnen­büros ePendler von PP:AGENDA.

Abbildung: CO2- und Fahrtkostenbilanz

Die ePendler sind durchschnittlich 415 Kilometer gefahren. Die Stromkosten betragen für die gefahrene Strecke durchschnittlich 14,53 €. Bei einem herkömmlichen PKW kämen demgegenüber 49,80 € Benzinkosten zusammen. Das Einsparpotenzial von Strom gegenüber Benzin liegt somit bei 70 Prozent.

Die CO2-Emissionen hochgerechnet auf Grundlage des deutschen Strommixes liegen rund 45 Prozent unter den CO2-Emissionen mit einem Benzin-PKW. Beim Laden mit regenerativem Strom tendieren die CO2