Der uns bevorstehende Systemwechsel ist sowohl Chance als auch Herausforderung für alle Beteiligten. So ergeben sich für deutsche Unternehmen im Bereich der Elektromobilität ganz neue Möglichkeiten, die durch unkonventionelle Kooperationskonzepte marktfähig realisiert werden können. Und auch bei der Schaffung von Arbeitsplätzen wird der Zukunftsmarkt Elektromobilität zu den großen Wachstumsbranchen Deutschlands zählen. Aber noch mindern fehlende Planungs-, Handlungs- und Finanzierungssicherheit, in Form konkreter Gesetzgebung und innovativer Initiativen auf Bundes- und Landesebene, Investions- und Risikobereitschaft der Unternehmer.
Vor diesem Hintergrund ist es unverzichtbar, sich gemeinsam und verstärkt den Herausforderungen der Elektromobilität zu stellen, um einen nachhaltigen Aufschwung der gesamten Branche zu sichern. Der Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) setzt sich deshalb für starke, strategische Partnerschaften zwischen Energieversorgern, Batterieherstellern, Herstellern und Entwicklern von Elektrofahrzeugen, Systemzulieferern, Forschungseinrichtungen, den Verbänden und der Politik ein, um Deutschland als Leit- und Wachstumsmarkt für Elektromobilität mit heimischer Wertschöpfung langfristig zu etablieren.
“Nach nunmehr über zwei Jahren aktivem Engagement für eine Neue Mobilität, antworte ich auf die Frage, nach der Kernarbeit im Bundesverband eMobilität, wofür wir uns einsetzen und was uns von anderen Verbänden unterscheidet, sehr gern: Wir vernetzen, kommunizieren und agieren mit und für unsere Mitglieder, um eMobilität als realistische Mobilitätsalternative in der Gesellschaft zu verankern. Die Arbeit dahinter ist allerdings sehr viel komplexer, als die knappe Antwort vielleicht vermuten lässt”, so BEM-Präsident Kurt Sigl.
“Unser Erfolg liegt in der strategischen Vernetzung unserer Mitglieder und Partner, um nachhaltig erfolgreiche Geschäftsmodelle im Bereich der Neuen Mobilität zu generieren und starke Netzwerke zur Durchsetzung wirtschaftspolitischer Forderungen zu etablieren”, erklärt Sigl die Arbeit des BEM. “Diese kooperative Verbandszusammenarbeit ist natürlich nur dann zielführend, wenn auch unsere Mitgliedsunternehmen ihr Engagement für eine Neue Mobilität mit einbringen”, so der BEM-Präsident weiter.
Auf dem Wachstumsmarkt der Neuen Mobilität agieren Unternehmen aus sehr unterschiedlichen Branchen, die bis dato keine oder nur sehr wenige gemeinsame Anknüpfungspunkte haben und deshalb die Hilfestellung bei der Initiierung gemeinsamer Projekte gern annehmen. “Unsere Aufgabe besteht darin, branchenübergreifende Synergien zu identifizieren und die entsprechenden Player auch langfristig als kompetenter Ansprechpartner zu begleiten”, erklärt Christian Heep, Vorstand Marketing beim Bundesverband eMobilität.
Um im Kontext einer zukunftsfähigen eMobilität auf Basis Erneuerbarer Energien nachhaltige Lösung zu finden, bedarf es geeigneter Akteure aus verschiedenen Branchen. “In den Reihen unserer Mitglieder haben sich einige dieser Protagonisten bereits gefunden”, freut sich Michael Hofmann, Vorstand Finanzen beim BEM. “Insbesondere die Vernetzung kleiner, effizienter und zukunftsweisender Unternehmen mit finanzstarken und etablierten Großunternehmen führt auch langfristig zu erfolgreichen Geschäftsmodellen im Bereich der Neuen Mobilität”, erklärt Hofmann das Konzept der smarten Vernetzung.
Um international konkurrenzfähig zu bleiben, benötigen insbesondere die innovativen deutschen Mittelständler konkrete rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen, um die notwendigen Investitionen in die neue Technologie zu tätigen. “Hier ist nicht nur die Bundesregierung gefragt, die mit dem aktuellen Regierungsprogramm Elektromobilität weit hinter unseren Erwartungen zurück geblieben ist. Hier ist ein sehr viel ambitionierteres Vorgehen erforderlich, um deutlich zu machen, dass Deutschland seine Chancen auf dem Zukunftsmarkt erkannt hat”, betont Heep. “Auch die einzelnen Landesregierungen, Stadtverwaltungen und Kommunen können ihren Beitrag für eine erfolgreiche Positionierung Deutschlands leisten, in dem sie jetzt selbst Zeichen setzen. Insbesondere in kommunalen Fuhrparks, deren tägliche Wegstrecken vorhersehbar sind, eignet sich der großflächige Einsatz von Elektrofahrzeugen bereits jetzt.”
Bundesverband eMobilität e.V.
Quelle: Der Mittelstand, Januar 2012










