Faszination Elektromobilität als inoffizieller ufra-Startschuss

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Faszination Elektromobilität als inoffizieller ufra-Startschuss

Schweinfurt (03.08.2010) – Landrat Harald Leitherer hatte natürlich die Lacher wieder auf seiner Seite. “Jetzt weiß ich, warum die das Rückert-Denkmal umsetzen wollen…”, spaßte der eigentlich immer gut gelaunte Pfeifenraucher aus dem Landkreis Schweinfurt bei einem recht unterhaltsamen und genauso informativen Pressetermin auf dem Schweinfurter Marktplatz am Dienstagmittag. Schon jetzt fiel der Startschuss für die Unterfrankenschau (ufra), die heuer vom 25.09. bis 03.10. auf dem Schweinfurter Volksfestplatz stattfindet. “Faszination Elektromobilität” lautet da der Name einer zukunftsträchtigen Sonderschau. Der Bundesverband eMobilität rief passend dazu mit einer Roadshow vor das Rathaus.

Rückert verschieben? War unlängst durchaus mal angedacht, um den Platz tauglich zu machen für Massenveranstaltungen. Diesmal störte das Denkmal mittendrin aber nur wenig, auch die zahlreich auf- und damit ausgestellten Fahrzeuge, vom E-Bike bis hin zum Elektroauto, zum Testen zur Verfügung standen. Was die Anwesenden, geladene Gäste genauso wie Medienvertreter und Bürger, gerne ausnutzten. Oberbürgermeister Sebastian Remelé testete einen kleinen, grünen, vierrädrigen Flitzer. “Das ist wie beim Autoscooter-Fahren auf dem Volksfest”, verglich er hinterher, “das macht Spaß, ein paar Runden zu drehen und ist kinderleicht zu bedienen”.

Durchaus vorstellen als Stadtfahrzeug kann sich der OB den Kleinwagen, der bis zu 80 km/h schnell ist und der bis zu 140 Kilometer Reichweite hat. Es sei eine gute Gelegenheit, auf der ufra den erwarteten Gästen aus der gesamten Region Main-Rhön und damit der breiten Öffentlichkeit das Thema E-Mobilität vorzustellen. Ein Fahrrad mit Antrieb testete Remelé jüngst schon mal, “bei dem Wetter aber nehme ich so eines mit Dach”, deutete er bei der Wahl aufgrund des Regenwolkenhimmels auf sein Wunschgefährt. Das könnte bald schon am SILVANA aufgeladen werden, wo die Stadtwerke (die Marketing- und Vertriebsprokurist Jörg Sacher auf dem Marktplatz vertrat) eine E-Tankstelle errichten wollen. E-Bikes werden neuerdings im Schweinfurter Tourismusbüro ja bereits verliehen.

“Elektromobilität ist zurzeit einfach ein Thema”, weiß ufra-Messeleiter Heinrich Sandner (auf dem obersten Bild auf dem Fahrrad). “Aber entscheidend ist, dass die Leute die Fahrzeuge ausprobieren. Erst dann begreift man, wie toll es ist, bergauf zu fahren, ohne dass man sich anstrengt oder schwitzt. Und Autos, die keine Abgase erzeugen, sind gerade für kurze Strecken interessant”, so der umtriebige Ingolstädter.

In Halle 22 können sich ab Ende September die Besucher der ufra täglich von 10 bis 18 Uhr ein Bild vom künftigen Fahren & Leben machen. Die komplette elekrtische Fahrzeug-Palette wird dann ausgestellt sein. Ein Test-Parcours direkt im Zentrum des Platzes soll zum Anziehungspunkt der 18. Unterfrankenschau werden. Vom Segway (ein Transporter mit Lenker, auf dem man steht) bis zum Pedelec (Fahrrad mit Elektromotor) stehen Fahrzeuge zum Testen zur Verfügung. Gut möglich, dass im Außenbereich evtl. auch Autos getestet werden können. Jedenfalls besteht auf der ufra mit ihren 400 Ausstellern auf rund 20.000 Quadratmetern und den 70.000 erwarteten Besuchern die Möglichkeit zum Erwerb eines Fahrzeugs mit Elektroantrieb.

Quelle:www.swex.de