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    EU will emissionsfreie Mobilität ohne Quoten

    07. August 2017 / Artikel erschienen auf ⇢ www.energate-messenger.de / Photo: BMW

    Die Kommission der Europäischen Union will den Mitgliedsländern eine Verkehrswende verordnen. Feste Vorgaben für Elektroautos lehnt sie jedoch ab. Die EU-Kommission plane entgegen anderslautender Berichte keine solche Quote, sie wolle lediglich die emissionsarme Mobilität fördern, heißt es in Berichten der »Automobilwoche«. Demnach prüfe sie zwar auch »spezifische Zielvorgaben« für emissionsarme Fahrzeuge. Ziele seien aber nicht zu verwechseln mit verbindlichen Quoten. Zuvor hatte das »Handelsblatt« berichtet, die Kommission wolle ab dem Jahre 2025 fixe Quoten vorgeben. Diese würden zunächst zehn bis 15 Prozent (2925) und ab 2030 dann 25 bis 30 Prozent vorsehen. Die Kommission feilt derzeit an einem Gesetzespaket zur CO2-armen Mobilität, das sie bis Jahresende vorlegen will.

    Die Autoindustrie hält Verkaufsquoten ohnehin für den falschen Weg. Die Konzerne könnten den Absatz von Elektroautos nicht alleine beinflussen, erklärte der Verband der Automobilindustrie (VDA). Der Bundesverband eMobilität begrüßt dagegen Pläne zur Förderung emissionsarmer Mobilität und würde auch feste Quoten gutheißen. Diese könnten neben strengeren CO2-Limits Teil eines Maßnahmenpakets zur klimaschonenden Mobilität werden, so der BEM auf energate-Anfrage. Laut Klimavertrag von Paris müsse Deutschland seine Mobilität bis 2050 auf CO2-neutrale Verkehrsträger umstellen. »Bei einer Fahrzeug-Lebensdauer von bis zu 20 Jahren bedeutet das, dass wir spätestens ab 2030 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge zulassen dürfen«, so BEM-Präsident Kurt Sigl.

    Quelle: www.energate-messenger.de

    Veröffentlicht am 11. August 2017