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Kategorie: Status Quo

    Herausforderungen auf EU-Ebene

    Vom 22. bis 25. Mai 2014 wählen die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union zum achten Mal das Europäische Parlament. Wir haben im Vorfeld mit unserer parlamentarischen Beirätin Ulrike Müller, stellvertretende Vorsitzende der Landtagsfraktion der Freien Wähler in Bayern und Spitzenkandidatin zur Europawahl, über die politischen Herausforderungen im Bereich der Neuen Mobilität auf EU-Ebene gesprochen.

      Spannung in der Energiewende

      Das SmartGrid ist zu einem elementaren Wirtschaftsbereich geworden. Kommunen, private Haushalte, Industrie, Gewerbe und Energieerzeuger kommen nicht umhin, sich mit der Umsetzung dieser Thematik ernsthaft zu beschäftigen. Je eher das intelligente Stromnetz flächendeckend umgesetzt wird, um so eher werden stabile, bzw. sinkende Strompreise für alle Beteiligten Realität. Die Zukunft der Energiewende überzeugt durch saubere Energieerzeugung, Energieeffizienz und Preisoptimierung.

        Intelligentes Stromnetz

        Im Zuge der Mobilitätswende wird die Elektromobilität weitreichende Auswirkungen auf die Energie-, Informations- und Kommunikationsbranche haben. Ein intelligentes Stromnetz kann eFahrzeuge sinnvoll in das Stromversorgungs-System einbinden und so einen Beitrag zu einem aktiven Energiemanagement leisten. Stichwort mobile Speicher. Herr Emmert, wie müssen eAutos zukünftig mit dem Stromnetz interagieren, um die Netzstabilität nicht zu gefährden und wie kann eine Neue Mobilität ihren Beitrag zur besseren Integration Erneuerbarer Energien leisten?

          eMobilität in Szene setzen

          Als Schaufenster bezeichnet man meist großflächige Durchsichtfenster, hinter denen Waren von außen sichtbar zur Schau gestellt werden oder auf Dienstleistungen hingewiesen wird. Die attraktiv dekorierte Schaufensterauslage zählt für den stationären Einzelhandel zu den wirksamsten Werbemitteln. So die Definition. Ganz anders scheint das bei den Schaufenstern für Elektromobilität in Deutschland zu sein. Zu sehen ist davon bis dato noch recht wenig. Anstatt den potentiellen Kunden attraktive Angebote sowie bereits verfügbare Elektrofahrzeuge und Mobilitätslösungen anschaulich zu präsentieren, verlieren sich die beteiligten Akteure bis dato leider vermehrt in Detaildiskussionen und bleiben so - für den Moment - nicht sichtbar. Das ist nicht nur aus kaufmännischer Sicht fatal für die gesamte Branche.

            Die Praxis in Deutschland

            Noch ist der Markt für Elektrofahrzeuge in der Entwicklungsphase und die Infrastruktur im Aufbau begriffen. Der Bund fördert zahlreiche innovative Projekte mit Modellcha-rakter und gewährt Privatpersonen Steuererleichterungen, um den Wechsel zur Elektromobilität voranzutreiben. Konkrete Zuschüsse beim Fahrzeugkauf sind derzeit von der Politik aber nicht beabsichtigt. Doch auch auf regionaler oder kommunaler Ebene wird die Verbreitung und Etablierung von Elektrofahrzeugen forciert: immer mehr Kommunen und Stadtwerke sowie andere öffentliche und private Institutionen fördern den Kauf von Elektrofahrzeugen mit direkten Zuschüssen oder anderen interessanten und geld- werten Vergünstigungen.

              Mediale Sichtbarkeit

              Als prozessuales Ergebnis einer intensiven Beschäftigung mit den Themenkomplexen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, EEG, SmartGrid und Elektromobilität habe ich eine klare Vorstellung davon, wie der Umgang mit fossilen Ressourcen auf diesem Planeten auf lange Sicht sein sollte. Daher rücke ich die Verantwortung für den Menschen, die Umwelt und nachfolgende Generationen in den Mittelpunkt meines gestalterischen Engagements.

                1.000 Euro für ein Ökoauto

                Heidelberg gibt als einzige Kommune in Deutschland einen Zuschuss für »Öko-Autos«: 1.000 Euro steuert die Stadt im Rahmen des Förderprogramms »Umweltfreundlich mobil« zur Anschaffung eines neuen Elektro-, Erdgas- oder Hybridfahrzeugs bei. Die neuen Technologien wie Elektromobilität, Hybridmotoren und Erdgasfahrzeuge tragen dazu bei, die Luft- und Lärmbelastung sowie den CO2-Ausstoß durch den Straßenverkehr zu reduzieren. Die Stadt strebt eine Vorreiterrolle beim Wechsel auf innovative Technologien an. Dazu gehört im Rahmen des Ausbaus der eMobilität eine klimafreundliche Stromerzeugung mit Erneuerbaren Energien.

                  Shared E-Fleet

                  Umweltgerechte und energieeffiziente Mobilitätskonzepte werden unser gesellschaftliches Leben verändern. Laut Regierungsprogramm Elektromobilität stellen Elektrofahrzeuge einen zentralen Bestandteil einer zukunftsfähigen Energie- und Verkehrspolitik dar. Insbesondere durch die Nutzung regenerativer Energiequellen für die Ladung der Fahrzeuge sowie die Stabilisierung der Energienetze können wir einen wichtigen Beitrag für den nachhaltigen Umgang mit Energieressourcen leisten. Darüber hinaus wird die Erarbeitung neuartiger Produkte und Systeme rund um Elektrofahrzeuge Deutschland als Innovationsstandort stärken und die bestehende Wirtschaft stützen.

                    eMobilitätsprojekt: E-Carflex Business

                    Gemeinsam mit dem Vorstandvorsitzenden der Stadtwerke Düsseldorf AG, Dr. Udo Brockmeier, dem Geschäftsführer der Drive Car Sharing GmbH, Andreas Allebrod, dem Projektleiter des Wuppertal Instituts, Georg Wilke und Dirk Inger vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat Umweltdezernentin Helga Stulgies am 21. Januar 2013 den Startschuss für das neue Elektromobilitätsprojekt »E-Carflex Business« gegeben.

                      Agile Entwicklung

                      Noch sind Elektroautos für viele zu teuer, und auch die geringe Reichweite gilt als Hemmschuh. Aus diesem Grund arbeiten die meisten Hersteller derzeit vor allem daran, Autos mit größerem Aktionsradius zu konzipieren. Anders bei StreetScooter: Das Spin-off der RWTH Aachen entwickelte zusammen mit einem Konsortium von Unternehmen und Forschungseinrichtungen ein bezahlbares Elektroauto speziell für Kurzstrecken. Das innovative Konzept trägt der Tatsache Rechnung, dass die durchschnittliche Tagesstrecke eines Autos bei unter 40km liegt. So setzt beispielsweise auch die Deutsche Post DHL bei der Zustellung von Briefen und Paketen - also bei Kurzstreckenfahrten mit vielen Stopps - auf die nachhaltigen Autos aus Aachen. Im Laufe des Jahres 2013 werden bereits 50 StreetScooter-Vorserienfahrzeuge an die Post ausgeliefert.